Wie man sich vor Scams und Betrug bei Kryptowährungen schützt

Leider verlieren sehr viele Leute bei Scams ihr Geld. Weil sie gutgläubig sind, den Unterschied zwischen Scam und „gutem Coin“ nicht kennen oder fremden Versprechungen blind vertrauen. Es ist aber auch nicht ganz einfach. Bei IOTA zum Beispiel häufen sich die Vorwürfe ein Scam zu sein. Vielleicht ist es aber auch nur schlecht umgesetzte Technik. Jedenfalls schlecht für die, die ihr Geld dadurch verlieren. Und das Vertrauen in IOTA ist damit auch futsch.

Wie man sich vor Multilevel-Marketing und Pyramidenspielen schützt

Kürzlich wurde ich in einem Seminar gefragt, ob Bitcoin ein Pyramidenspiel ist. Bei solchen Schneeballsystemen enstehen Gewinne nur dadurch, dass neue TeilnehmerInnen angeworben werden, die ihr Kapital einbringen. Nun könnte man argumentieren, dass der Kurszuwachs von Bitcoin durch neues Kapital im System entsteht. Dabei wird übersehen, dass bei Bitcoin im Gegensatz zum Schneeballsystem eine real existierende Technologie, die gleichzeitig als Zahlungsmittel genutzt wird, existiert. Bitcoin sorgt für neue Geschäftsmodelle, Jobs, Wirtschaftszweige, bald niedrigere Transaktionskosten und ist eine reale Hoffnung für viele Menschen eine bessere Existenz leben zu können. Bei klassischen Pyramidenspielen gibt es gar kein oder ein sehr überteuertes Produkt und die Gründer sind mit dem Geld bald über alle Berge. Das funktioniert so lange, so lange die Menschen gutgläubig sind und Garantien wie „30% Gewinn in 30 Tagen“, „Reich werden in 100 Tagen“ für bare Münze nehmen. Keine Person, die sich seriös mit Kryptowährungen befasst, wird von garantierten Gewinnen sprechen. Denn die gibt es nicht.

Letzte Woche habe ich von der Schließung von BitConnect berichtet. Das war ein Ponzi-System. Grundsätzlich ist das ähnlich einem Schneeballsystem, bloß werben die Gründer selbst für die Investition. Bei einem Pyramidenspiel kennt man die Gründer nicht. Die ersten Einzahler werden mit einem Teil des Geldes, das die nachfolgenden Zahler einbringen, bezahlt. Daher machen die ersten Einzahler Gewinne und verteidigen das Konzept, wann immer jemand sagt, es wäre Betrug. Es werden sehr hohe Renditen versprochen, für die die Anleger nichts tun müssen, ausser einzahlen. Ja, was soll ich dazu sagen. So etwas gibt es einfach nicht. Das kann nur Betrug sein. Das Ponzi-System ist übrigens nach Charles Ponzi benannt, einem in Parma geborene Einwanderer in die USA, der seine „Kunden“ um 150 Millionen Dollar erleichtert hat.

Wie man sich in Nigeria vor Betrügern schützt

Weil wir gerade bei Betrugsmaschen sind: in Nigeria wurde Bitcoin vielen Menschen durch einen Betrug bekannt. Mavrodi Mondial Moneybox (MMM), ein weltweites 30 Jahre laufendes Ponzi-System mit Ursprung in Russland, hat Millionen Nigerianer im Zeitraum von 2015-2016, mit dem Versprechen von 30% Gewinn in nur 30 Tagen, abgezogen. Als die Regierung die Bankkonten von MMM sperren ließ, wechselte MMM zu Bitcoin Einzahlungen. Schließlich verloren geschätzte 3 Million Menschen in Nigeria ihr Geld. Trotzdem wurde 2017 in Nigeria mit mehr Bitcoin denn je gehandelt. Die Betrügereien sind leider auch nicht weniger geworden. Entweder hauen die Betrüger mit dem Geld ab oder sie verkaufen Kryptowährungen, die Fake sind. Genauso wie der Prinz aus Irgendwo, der uns im E-Mail schreibt, wir sollen ihm doch ein wenig Geld überweisen, dafür würden wir große Gewinne zurückerhalten. Der Trick ist nicht neu. Um dagegen etwas zu unternehmen, haben Bitcoin-Trader informelle Gruppen auf Telegram gebildet. Menschen, die Bitcoin kaufen oder verkaufen wollen, müssen dem Trader persönlich bekannt sein oder ihre Ausweise vorlegen. So schützen sich die Menschen in Nigeria vor Scams.

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„SpriteCoin“ eine neue Ransomware

Mit dem Versprechen schnell von Kryptowährungen zu profitieren, schleicht sich eine neue Ransomware bei Usern ein. Sobald man das Angebot anklickt, installiert sich das Programm und verschlüsselt alle Dateien auf dem eigenen Computer. Gegen Bezahlung eines Lösegelds in Monero, werden die Daten angeblich wieder freigegeben.

Im Zweifel??

Da hilft nur viel Recherchieren und kühlen Kopf bewahren. Diese Seite listet z.B. bekannte Scams: Scam Bitcoin Blacklist
Auf der Webseite Behind MLM wird über aktuellen Multi-Level-Marketing Betrug berichtet. BitConnect ist auch dabei.
In den 8 Jahren seit denen es Bitcoin gibt, konnte die Bitcoin-Blockchain nie gehacked oder kompromittiert werden. Der bekannteste Fall eines Hacks war bei Mount Gox. Eine zentrale Börse, die die privaten Schlüssel der UserInnen hielt. Zwei große Fehler, die der Bitcoin Technologie widersprechen auf einmal. Ein gefundenes Fressen für Hacker.

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