Paper Wallets sind obsolet! Wie man Bitcoin sicher speichert

Paper Wallets sind das, wonach sie sich anhören. Ein Stück Papier, auf dem der private Schlüssel und die zugehörige Bitcoin Adresse aufgedruckt sind. Sie erscheinen im ersten Moment als günstige, sogar kostenfreie Alternative zu Hardware Wallets, die um rund 90.- Euro zu haben sind. Es gibt dabei aber viele Gefahren. Zum Beispiel, dass bei der Erstellung der Paper Wallets, die privaten Keys über das Internet ausspioniert werden könnten, oder im Speicher des Druckers verbleiben.

Andreas M. Antonopoulos sieht noch weitere Gefahren und sagt, dass Paper Wallets nicht mehr verwendet werden sollen und Hardware Wallets, die sicherste Methode sind, die Passwörter für das eigene Vermögen zu speichern.

Paper Wallets sind nicht sicher genug und obsolet. Die BIP 39 Mnemonic Phrase, der sogenannte Seed, ist viel sicherer.

Die Paper Wallets verwenden QR Codes, die z.B wenn sie naß werden, leicht kaputt gehen. Das Wechselgeld geht oft verloren, weil es keine Wechseladresse für den Restbetrag gibt.

Kryptogrundlagen Paper Wallet
Eine Paper Wallet

Wird zusätzlich zum Seed eine Password Phrase verwendet, wirft dies wieder die Frage auf, wie und wo bewahrt man dieses zusätzliche Passwort auf? Denn jetzt werden alle 2 von 2 Passwörtern benötigt. Man muss beide Passwörter haben, um an die Gelder zu kommen.

Es werden fast nie Kryptos gestohlen, der Großteil geht verloren. Das größte Risiko bei Bitcoin ist der Verlust der Keys durch falsche Nutzung, Naturkatastrophen, technische Fehler oder einfach das Zerstören des Backups. Die Menschen sind sehr ängstlich, dass jemand ihren Seed findet oder stiehlt, obwohl fast immer die Keys verloren gehen.

Exchanges werden bestohlen, weil sie ein Honeypot sind. Das einzige was Personen passiert ist, dass online Wallets auf ungesicherten Windows Rechnern gestohlen werden und jemand dringt in den Computer ein. Darum sind Hardware Wallets so sicher. Über das Internet kommt niemand an oder in ein Hardware Wallet hinein.

Tipps von Andreas M. Antonopoulos zur Aufbewahrung des Passwortes für Bitcoin

Der Seed sollte an verschiedenen Orten aufbewahrt werden. Am besten ist es, alle paar Monate zu überprüfen, ob sich etwas in Beziehung und Familie, bei Personen, die Zugang zum Seed hatten, ändert, auch dann den Seed updaten und erneuern.

Brute forcing oder sowas ist sehr unwahrscheinlich. In 99 Prozent der Szenarien ist ein BIP 39 Mnemonic Backup (Seed) laminiert oder eingraviert auf Metall und gut verwahrt in einem feuerresistenten Safe ausreichend. Wenn das Sicherheitsrisiko von physischem Raub sehr hoch ist, dann kann man die Passphrase hinzufügen. Dann sollte man aber auch mehr als 1 Kopie des Seed und mehr als 1 Kopie der Passphrase an unterschiedlichen Orten aufbewahren und einen Plan haben, dass, wenn etwas passiert, man mit den Menschen, die den zweiten Teil haben, zusammen kommen kann und die Teile zusammensetzt.
Eine Sicherheitsbox in der Bank ist eine gute Idee. Aber natürlich, wenn die Banken gesperrt werden, ist es auch schlecht bzw. kostet der Banksafe etwas.

BIP 39 Mnemonic ist der moderne Standard für das Aufbewahren der Keys. Es ist der sicherste Standard, es ist für Menschen lesbar, es kann in alle Standard Wallets importiert werden und ist Papier Wallets absoulut überlegen. Papier Wallets sind obsolet.

Hardware Wallet installieren, Ledger Nano S
Eine Hardware Wallet

Papier Wallets sind viel schwieriger sicher zu erstellen, aufzubewahren und auszugeben. Wenn bei einem QR Code nur eine Kleinigkeit beschädigt wird, ist er nicht mehr lesbar und das Geld ist weg. Die 24 englischen Worte sind trotz kleiner Schäden erkennbar. Das Gehirn kann die Fehler ausblenden.

Fazit: Hardware Wallets sind die sicherste Methode für durchschnittliche Bitcoin Nutzer und Besitzerinnen. Folgen Sie den Standards der Branche und setzen Sie niemals eigene Ideen um. Zuviele Passwörter sind bereits verloren gegangen.

Quelle: Andreas M. Antonopoulos in “Let’s talk bitcoin”, Episode 393