Gründe für die Kursschwankung, Bitconnect kollabiert

Kurstief bei allen Kryptowährungen

Das war eine ordentliche Talfahrt, die der Bitcoin (BTC) und auch viele andere Kryptowährungen in den letzten Wochen hingelegt haben. Die Gründe dafür sieht man in den Berichten über Südkorea und China, die angeblich gegen das Trading vorgehen würden. Letztlich stellte sich im Fall von Südkorea heraus, dass Regierungsmitarbeiter vor dieser Ankündigung ihre Coins verkauften. Also gab es möglicherweise illegale Absprachen. (sh. Twitter)

Weiters wurde kolportiert, dass die an der CBOE gehandelten Futures auf Bitcoin heute auslaufen (sh. Twitter). Darauf dürften große Investoren, die auf Verlust gewettet hatten, gewartet haben. Seit heute geht es wieder leicht bergauf.

Neben vielen enttäuschten Kommentaren (auf Facebook, Twitter & Co.), gab es einige, die das als eine erwartete und auch gute Kurskorrektur gesehen haben. Die Technologie und Kundenfreundlichkeit bei Anwendungen rund um den Bitcoin ist noch nicht tragfähig genug, sodass ein plötzlicher Ansturm an neuen BenutzerInnen zu Problemen führen würde. Am Ausbau der Infrastruktur wird intensiv gearbeitet, siehe mein Artikel von letzter Woche: Spannende Neuerungen bei Bitcoin 2018

Kursschwankung Januar 2017
Quelle: Cryptocompare

REKT

Gestern habe ich auf Twitter wieder einen neuen Begriff kennengelernt. REKT, ist falsch geschrieben und bedeutet “wrecked”. D.h. jemand hat mit einer Kryptowährung Schiffbruch erlitten und einen erheblichen Betrag verloren.

Bitconnect – die Pyramide bricht zusammen

REKT ist ja leider vielen Nutzern von Bitconnect passiert. Dieser Kollaps rückt Kryptowährungen wieder ins schlechte Licht. Doch wie so oft, liegt es nicht am Konzept von Bitcoin, sondern an den üblen Geschäften, die Abzocker daraus machen. Scheinbar war die ganze Plattform eine Betrugsmaschinerie, die mit Unterstützung von “Crypto YouTube Stars” befeuert wurde.

Vertrauenswürdige Börsen

Daher informieren Sie sich gut. Kaufen Sie Ihre Coins bei Börsen, die einen guten Ruf erarbeitet haben. Zum Beispiel in Österreich Coinfinity oder Bitpanda. In Deutschland Kraken, in der Schweiz Bitcoin Suisse. Coinfinity und Bitcoin Suisse haben den großen Vorteil, dass Sie die gekauften Bitcoins direkt in Ihre Wallet senden. Bei den anderen Börsen wird der Bitcoin Betrag von der Börse verwaltet, solange Sie ihn nicht in Ihre eigene Wallet umziehen.

In den nächsten Wochen veröffentliche ich einen Ratgeber zum Thema “Bitcoin & Co. Kryptowährungen sicher kaufen, verwalten und verwahren”. In diesem beschreibe ich genau, wie am besten vorzugehen ist und was Sie alles brauchen, um loszulegen.

Volatilität ist relativ

Zum Abschluss finden Sie hier noch einen Artikel aus dem Wall Street Journal über Länder wie Sudan, Südafrika, Kenia und Zimbabwe. Die Menschen dort legen in den Bitcoin die große Hoffnung, dass ihr Geld in Bitcoin sicherer ist als in ihrer Landeswährung. Die Kursschwankungen von Bitcoin, die in unseren Breiten als Katastrophe gesehen werden, sind für die Menschen in Zimbabwe nichts, verglichen zur Hyperinflation in ihrem Land. Ausserdem hat man verstanden, dass die Regierung keinerlei Zugriff auf das eigene Bitcoin-Vermögen hat. Auf die klassischen Banken schon. Mal davon abgesehen, dass viele Menschen kein Bankkonto erhalten, weil sie zu weit entfernt leben oder zu arm sind und für die Banken daher uninteressant.

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