Spannende Neuerungen bei Bitcoin 2018

Das letzte Jahr war vom rapiden Kursanstieg in der zweiten Hälfte von 2017 geprägt. Der Kurs lag im Juni bei rd. 2.200.- Euro und erreichte im Dezember den bisherigen Höchststand von rd. 16.000.- Euro. Spannender jedoch, sind die technologischen Neuerungen, die für das Bitcoin-Protokoll geplant sind.

Was ist 2018 bei Bitcoin (BTC) zu erwarten?

Günstigere Transaktionsgebühren mit Segregated Witness

SegWit war eines der größten Upgrades des Protokolls bisher. Es wurde im August 2017 aktiviert und verbessert die Anbindung von Protokollen auf einem 2. Layer. Zusätzlich wurde das Blockgrößen-Limit durch ein Block-Gewicht-Limit ersetzt. Soll heißen: es sind mehr Transaktionen pro Zeiteinheit auf dem Protokoll möglich, was die Transaktionskosten reduziert. Dazu muss man eine Wallet und/oder einen Service Provider verwenden, der SegWit anbietet.

Lightning Network

Die Implementierung von SegWit seitens der Wallet-Anbieter ist langsam voran gegangen. Die zweite große Änderung, die für die erste Hälfte des Jahres angekündigt wurde, soll Erleichterung bringen und eine langfristige Skalierbarkeit des Netzwerks garantieren.

Lightning Network ist das Zauberwort. Seit zwei Jahren wird an diesem Side-Channel gearbeitet. Das Ergebnis sollen günstigere Transaktionsgebühren und schnellere Bestätigungen sein, gleichzeitig muss die Sicherheit des Bitcoin-Protokolls garantiert werden.

Mehr Privatsphäre durch TumbleBit und ZeroLink

Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass die Nutzung von Bitcoin anonym ist. Nachdem alle Bitcoin-Adresse und Transaktionen auf der öffentlichen Blockchain einsehbar sind, kann spezialisierte Software Transaktionströme nachvollziehen und analysieren.
Die Privatsphäre von Menschen ist in vielen Ländern weniger geschützt als in unseren Breiten. Totalitäre Regierungen kann es jederzeit und überall geben. Daher wird an verstärktem Datenschutz auf der Bitcoin-Blockchain gearbeitet. TumbleBit und ZeroLink heissen potentielle Lösungen, die bereits getestet werden.

Mehr Sidechains und mehr Adaption

Eine Sidechain ist eine alternative Blockchain „neben“ der Bitcoin-Blockchain, die eins-zu-eins mit bestimmten Bitcoins verbunden wird. Dadurch können Bitcoins zu anderen Blockchains hin- und hergeschoben werden. Die alternativen Blockchains (so wie die jetzigen Altcoins) könnten alternative Protokoll-Regeln setzen und wären trotzdem immer mit der Bitcoin-Blockchain verbunden. Das würde bedeuten, dass alle Sidechains die „original“ 21 Millionen Bitcoins nutzen würden. Die entstandene Inflation durch die zahlreichen Kryptowährungen neben Bitcoin würde damit beendet werden (Bitcoin selbst ist leicht deflationär).

Rootstock

RSK ist eine weitere mit Spannung erwartete Neuerung. Eine Sidechain, die mit der Bitcoin-Blockchain verbunden ist und die Ausführung von sogenannten Turing-vollständigen Smart Contracts erlaubt. Das ermöglicht Anwendungen, die bisher nur mit Ethereum machbar sind.

Quelle
Bild: By Davidstankiewicz – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52406754
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