Bit & Block News #18 | Crypto for good

Mein Motto lautet „Crypto for Good“. In diesem Sinn kuratiere ich diesen Newsletter und trenne zwischen zweifelhaften Projekten (erscheinen nicht in den Bit & Block News) und solchen, wo ich eine Art positiven Sinn für das Gemeinwohl erkennen kann. Da die Welt nicht in Gut und Böse oder Schwarz und Weiß zu trennen ist und Projekte sich im Verlauf ihrer Existenz verändern, ist dies von vorneherein eine sehr subjektive Sache. Hier die News dieser Woche im Mai 2018:

UjoMusic startet dezentrales Portal für Musiker*innen auf der Ethereum Blockchain

Auf UjoMusic können Musiker*innen ihre Werke selbst anbieten und verkaufen. Die Plattform läuft auf der Ethereum Blockchain und die Einnahmen gehen direkt an die Urheber*innen. Das heisst, die Künstler*innen müssen ihre Einnahmen nicht mehr mit Apple Music oder sonstigen zentral gesteuerten Plattformen teilen, sondern können ihre Lizenz-Rechte und Verkäufe selbst steuern und das fast kostenfrei. Die Bezahlung für uns Musik-Konsument*innen läuft über Ether und die MetaMask Wallet.

10.303 Bitcoin Nodes laufen weltweit, 45 davon in Österreich

Ein Viertel aller Bitcoin Nodes (Rechner auf denen die gesamte Bitcoin-Blockchain gespeichert ist) stehen in den USA. Deutschland ist interessanterweise auf Rang 2 mit 1949 aktiven Nodes. Insgesamt ist die Bitcoin-Blockchain in 101 Ländern verteilt gespeichert, Österreich ist auf Rang 27 mit 45 Knoten. Die Liste wird laufend aktualisiert.

Simbabwes Zentralbank verbietet institutionellen Handel mit Kryptowährungen

Der Direktor der Zentralbank sagte „als monetäre Autorität, ist die Zentralbank Simbabwes die Hüterin des öffentlichen Vertrauens und hat die Pflicht die Integrität der Zahlungssysteme zu schützen.“ Das kommt vom Vertreter einer Zentralbank, die hoch-inflationäre Geldpolitik betreibt. Deren Landeswährung täglich soviel an Wert verliert, dass in den lokalen Geschäften keine Zahlungen mit Bankkarten angenommen und die Menschen kein Geld von ihren Bankkonten ausbezahlt bekommen, weil keines mehr da ist. Bitcoin & Co. sind aufgrund dieses Verbotes aber nicht illegal in Simbabwe und können unter Privatpersonen weiter verwendet werden.

HTC kündigt Blockchain Smartphone namens „Exodus“ an

Neben dem „Finney“ genannten Smartphone von Sirin Labs kündigte nun HTC auch die Entwicklung eines Blockchain Smartphones an. Dieses soll mit eingebauter Wallet und der Möglichkeit dezentrale Applikationen laufen zu lassen, ausgestattet sein. Gleichzeitig sollen die Smartphones als Nodes die Bitcoin- und Ethereum-Blockchains unterstützen.

Bitbond nutzt Bitcoin als Medium für weltweite Kredite und Anlagemöglichkeiten

Seit 2016 ist Bitbond bereits als Bank in Deutschland anerkannt. Die Idee des Gründers Radoslav Albrecht ist es, Darlehensgeber und -nehmerinnen weltweit zusammenzubringen. So weit ist das keine neue Idee. Aber im klassischen Bankensystem ist die grenzüberschreitende Kreditvergabe bei kleineren Beträgen so kostenintensiv, dass das Verleihen und Leihen zu teuer ist. Daher wird zum Beispiel ein Darlehen, das von Deutschland nach Kenia gegeben werden soll, in Euro einbezahlt, dann sofort in Bitcoin umgewandelt und in Kenia sofort wieder in die gewünschte Währung ausbezahlt. Das heisst Bitcoin wird als Transportmedium verwendet, um die hohen Wechselgebühren bei grenzüberschreitendem Geldverkehr zu vermeiden. Ausserdem ist die Zahlung mit Bitcoin in viel kürzerer Zeit bei der Empfängerin.

Coinbase öffnet sich für institutionelle Anleger

Vor drei Jahren noch ein StartUp in einem Zimmer in San Francisco bietet Coinbase ab sofort Services für institutionelle Großanleger an. Eigenen Angaben zufolge verwaltet Coinbase 20 Milliarden Dollar von Kleinanlegern. Nun will man Anlegern, die mindestens 10 Millionen Dollar anlegen, die sichere Verwahrung ihres Kryptovermögens, genauso wie automatisiertes Trading, Kreditvergabe und ähnliches anbieten.

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