Zusammenschluss der größten Bitcoin Mining Pools Hashing Power > 51 %

Wenn sich die Top 3 Mining Pools zusammenschließen würden, würden sie 54% der Hash-Power kontrollieren, warum schließen sie sich nicht zusammen?

Sobald es einen Pool gäbe, der die Mehrheit der Hash-Power besitzt, würden die teilnehmenden Personen sofort so erschrecken, dass sie den Pool verlassen und es keine 54% Mehrheit mehr gäbe. Tatsächlich haben die Top 3 Miner viel mehr gemeinsame Interessen als gedacht wird. Aber sie operieren lieber unter unterschiedlichen Namen, um nicht den Eindruck zu erwecken, mehr als 50% der Mining-Power zu haben. In den Anfangsjahren von Bitcoin gab es – zum Beispiel mit ghash.io – Situationen, wo ein Miner bzw. ein Mining-Pool nahe an die 50% gekommen ist, die Teilnehmenden haben aufgrund der Angst, dass der Pool daraus Vorteile ziehen und eine 51% Attacke starten könnte, sofort den Pool verlassen. Sogar wenn ein Mining-Pool oder bestimmte Business-Interessen wirklich mehr als 50% des Netzwerkes kontrollieren, möchten sie sicher nicht, dass das jemand weiß. Die Auswirkungen sind nämlich, dass die teilnehmenden Miner ihre Hashing-Power woanders hinleiten würden, um diesen großen Einfluß zu reduzieren oder zumindest ihren Sorgen Ausdruck verleihen. Es gibt einen großen Unterschied dazwischen einen Anteil größer als 50% zu besitzen und den Anteil größer als 50% auszunutzen und etwas damit zu tun. In vielen Aspekten des Bitcoin zugrundeliegenden Konsenssystems, existiert Macht, solange sie nicht verwendet wird. In dem Moment, wo jemand versucht diese Macht auszunützen, verpufft sie.

Quelle: Andreas M. Antonopoulos