Snapchat geschickt für die Eigen-PR nutzen

Ich gestehe. Ich habe auch erst im Frühling 2016 begonnen mich mit Snapchat zu beschäftigen. Ich habe die App installiert, geöffnet und dachte: „WTF? Was soll das?“ Ich bin überhaupt nicht mit der Userführung zurecht gekommen und dachte, was für ein Blödsinn. Das war ein ähnlicher Gedanke wie etwa 2007 als ich Facebook zum ersten Mal benutzt habe. Ich habe nicht verstanden, warum man so eine schwierig zu bedienende Oberfläche baut.

Da ich nicht kapiert habe, wie man selbst etwas snappt, habe ich mir den Discover Bereich angesehen.
Discover Bereich von Snapchat

Die neue Erzählform, die ich dort gesehen habe, hat mich wirklich fasziniert. Das war etwas Neues, anders als alles bisher Dagewesene. Ich wollte mehr wissen. Daraufhin habe ich recherchiert und begonnen ein paar Menschen zu folgen. Unter anderem dem Journalisten Richard Gutjahr, der nach wie vor einer der besten Geschichtenerzähler auf Snapchat ist.

Ich habe mich dann näher damit beschäftigt und herausgefunden wie es funktioniert. Danach ist es wie Radfahren. Einmal gelernt, ist es total easy und macht wirklich Spaß.

Snapchat ist für mich die momentan einfachste Methode, um Videos „on the go“ zu erstellen. Man kann einzelne Fotos oder Videos machen, etwas dazuschreiben oder zeichnen und an FreundInnen senden. Wenn man die einzelnen Snaps in eine Story postet, entsteht ein aneinander gereihtes Video. Ohne, dass man etwas schneiden oder bearbeiten muss.

Das ist für den privaten und geschäftlichen Zweck ein großer Gewinn. Privat, keine Frage. Für alle die jetzt bereits gern mit ihren PartnerInnen, der Familie und FreundInnen auf sozialen Medien kommunizieren, ist es noch einfacher geworden. Snapchat Stories öffnen und Clip für Clip, die Erlebnisse der FreundInnen sehen. Wie im Kino. Praktischer geht es fast nicht.

Um selbst Stories zu erstellen, braucht es eine Portion Selbstdarstellungswillen. Privat sieht das nochmal anders aus als geschäftlich. Vor engen FreundInnen habe ich weniger Scheu mich selbst zu filmen als für Business Zwecke. Ich hatte auch Hemmungen das neue Medium zu benutzen. Ich finde es aber wichtig, sich selbst in Szene zu setzen, wenn man KundInnen gewinnen und Geld verdienen will. Für online PR ist Snapchat perfekt.

Storytelling mit Snapchat zur online PR

Ich habe viele SnapperInnen geaddet, weil ich sehen möchte, was sich so tut. Was machen die anderen? Welche Inhalte haben ihre Geschichten, was bleibt bei mir davon hängen? Es gibt einige Wenige, deren Stories ich mir von Anfang bis zum Ende ansehe. Wo ich das Gefühl habe entweder gut unterhalten zu werden oder etwas zu lernen. Am besten wäre natürlich beides gleichzeitig. Teilweise schaffe ich es nicht mir komplette Stories anzusehen, weil ich es schlicht uninteressant finde.

Das kann sein, weil die Person Sachen erzählt, die keinerlei Bedeutung für mich haben. Oder weil mir die Person nicht sympathisch ist oder die Inhalte für meinen Geschmack nicht gut aufbereitet sind.

Das heisst, es ist wichtig eine Geschichte zu erzählen, die zum Gesamtkonzept als Mensch und Geschäftsperson passt.

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Meine Themen sind Unternehmertum, Eigen-PR im Netz, persönliche Entwicklung und Radfahren. Daher versuche ich Snaps zu machen bei denen ich Stories um diese Themen baue. Das nützt mir einerseits zum Aufbau meiner persönlichen Marke andererseits nutze ich die Videos, um sie auf anderen sozialen Medien zu teilen.

Ich sehe Snapchat daher als App mit der ich Stories erzählen und technisch einfach produzieren kann. Ein Einwand ist oft, dass die Inhalte auf Snapchat nach 24h verschwinden. Das stimmt. Doch der Mehrwert ist, dass ich sie herunterladen und dann auch auf Facebook oder meiner Website teilen kann.

Wichtige Faktoren, um Follower zu gewinnen und behalten

Authentizität der Person und ihrer Inhalte

Das ist das Gleiche wie auf allen anderen Netzwerken. Man muss als Person authentisch die eigenen Inhalte vertreten und vermitteln können. Auf Snapchat rückt man als Person noch stärker in den Vordergrund, daher ist das umso wichtiger.

Inhalte verständlich aufbereitet

Eine gute Story hat einen Anfang und ein Ende. Oder viele. Es sollte jedenfalls klar sein, worum es gerade geht. Wo man ist, warum man dort ist und was man mitteilen möchte. Humor ist wichtig. Menschen, die bei aller Expertise über sich selbst lachen können, sind unschlagbar.

Mix aus Video, Bild, Text und Zeichnungen

Es ist wichtig alle Möglichkeiten die Snapchat bietet zu nutzen, um die Stories lebendig zu machen. Zum Beispiel durch schnelles Abspielen der Videos, von rückwärts nach vor spielen, Emojis auf ein bewegendes Objekt kleben. Das alles macht Stories lebendiger.

Einsatz von Filtern

Das Hinzufügen von Geofiltern zu den Geschichten ist für die UserInnen sehr hilfreich, weil sie sofort erkennen, wo die Story spielt.

Snapchat ist eine Mini-Kunstform

Das Ergebnis wird trotzdem immer unperfekt sein. Und das ist das Schöne dabei. Das ist wie die Musik von Prince oder Nile Rodgers (in den 80igern Produzent von Duran Duran) – die Beiden haben die Perfektion aus der Musik herausgenommen und den MusikerInnen gelernt, den Sound unperfekt zu lassen. Genau das war das Magische und Neue.

Die Kunst ist, dass man es schafft trotzdem gut erzählte Geschichten zu produzieren. Es ist wichtig, dass man vorher überlegt, was Inhalt der Stories sein soll. Einen Ablauf und Inhalte zurechtlegt. Welche Geschichte könnte für die Follower auf Snapchat wirklich interessant sein und wie passt sie zum Gesamtkontext: Person und Angebot.

Beispiel Story

Frequenz

Ich bin unter https://www.snapchat.com/add/anitaposch zu finden. Da ich nur Stories erzählen will, die Mehrwert bieten, produziere ich nicht täglich Stories. Natürlich wäre es schön so oft wie möglich etwas zu posten, doch Qualität steht für mich vor Quantität.

Welche Erfahrungen haben Sie / hast Du mit Snapchat gemacht? Siehst Du es wie ich als Mittel, um deine persönliche Marke zu stärken?

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